Gastbeitrag: Thessaloniki Citytipps

17:02:00 SixSights 1 Comments

London, Paris, Barcelona, Lissabon – all diese Städte fallen mir spontan ein, wenn ich an einen Kurztrip denke, der Kultur, Nightlife, Shopping und einfach dieses aufregende Gefühl einer europäischen Großstadt vereinen soll. Alles tolle Destinationen, aber habt Ihr vielleicht schon mal an Thessaloniki gedacht? Die zweitgrößte Stadt in Griechenland hat mich total verzaubert: antike Ruinen neben moderner Architektur, ein Café neben dem anderen voll mit hippen, schönen Menschen, traditionelle Markthallen, leckere Snacks an jeder Ecke, und, natürlich: das Meer. Ich verrate Euch meine persönlichen Highlights und Geheimtipps, damit Ihr Thessaloniki demnächst vielleicht auch in Eure Reiseplanung mit einbezieht.

Foto: tracks and the city


The place to be: die Promenade am Meer


Kilometerlang erstreckt sich die Paralia, die wunderschöne und erst kürzliche aufwendig renovierte Promenade am Meer entlang. Hier trifft sich ganz Thessaloniki. In den frühen Morgenstunden die ambitionierten Läufer, etwas später Grüppchen von älteren Herren oder Damen zum Spazierengehen und über den Lauf der Welt (oder vielleicht nur den neuesten Klatsch) zu diskutieren. Tagsüber die Städtetouristen (wie ich), oder die Kreuzfahrtgäste, die hier auf Landgang gehen. Zum Sonnenuntergang treffen sich Verliebte zu einem der wohl schönsten Sonnenuntergänge über dem Meer. Am Wochenende ist hier Bambule, es gibt Nüsschen- und Maisverkäufer, Partyschiffe und anderen Tourikrimskrams. Zu anderen Zeiten kann es aber auch ganz ruhig sein und mit ganz viel Glück ist der Himmel so klar, dass man bis zum Olymp, dem Berg der Götter mit seinen schneebedeckten Hügeln, sehen kann.

Foto: tracks and the city

Eine ganze Stadt auf Koffein


Ich bin schon viel gereist, doch ich habe auf der ganzen Welt noch nie einen Ort gesehen, an dem so viel Kaffee getrunken wird, wie in Thessaloniki. Man muss innerhalb des Zentrums wirklich nie länger als fünf Minuten laufen, um an einem Café vorbeizukommen. Die meisten sind vollbesetzt – und zwar egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. In Thessaloniki hat man auch kein Problem damit, abends gegen zehn noch Kaffee zu trinken. Es gibt jede erdenkliche Art von Café: kleine Künstlercafés, traditionelle Cafés in denen Backgammon gespielt wird und der Kaffee in kleinen kupfernen Kännchen gekocht und serviert wird, aber auch jede Menge neuer Szenecafés. Neben dem klassischen griechischen Mokka ist hier vor allem der Freddo Espresso oder Fredde Cappuccino der große Hit: kalt, mit Eiswürfeln, sieht eher aus wie ein Cocktail und wird auch so serviert und getrunken. Etwas versteckt, aber absolut einen Besuch wert ist „The Blue Cup“ – eins der wenigen Third Wave Cafés in Thessaloniki. Hier wird Kaffee geröstet und gebrewed und abends wird das ganze zur Szenebar. 

Foto: tracks and the city

Shop til you drop


Wenn man will, kann man in Thessaloniki ganz schön viel Geld loswerden. In den Hauptshoppingstraßen gibt es jede erdenkliche Modeladenkette, aber auch ein paar Shops, die man von uns noch nicht kennt. Dabei ist alles etwas preiswerter als in Deutschland, grade bei zum Beispiel Sportklamotten und Sneakern könnte sich das lohnen. Wer etwas weiter rausfahren möchte (geht gut mit dem Bus), hat die Wahl zwischen mehreren Outlets, wo dann die richtigen Schnäppchen geschossen werden können. Gute Mitbringsel für gute Freunde findet man am besten in den Markthallen: Seifen aus Eselsmilch oder Olivenöl, griechischen Bergtee, getrocknete Früchte. Wer nicht nur mit Handgepäck unterwegs ist, sollte bei Korres zuschlagen: die griechische High-End Naturkosmetikmarke ist hier um einiges günstiger als bei uns.

 
Die schönste Aussicht über Thessaloniki


Thessaloniki ist nicht „die“ typische Sightseeing-Stadt, es gibt also nicht so wirklich eine Sehenswürdigkeit nach der anderen, die man zwingend abhaken muss. Natürlich ist der weiße Turm, das Wahrzeichen der Stadt, wichtig, aber den sieht man sowieso, wenn man sich durch die Stadt ans Meer bewegt. Interessante Museen gibt es auch nicht zu knapp, aber wenn man nur kurz zu Besuch ist, genügt es eigentlich, durch die Straßen zu wandern, um ein Gefühl für die Stadt und ihre Bewohner zu bekommen. Ein absolutes Highlight meines Thessaloniki Kurztrips war es, auf den Burghügel zu wandern, und mir alles von oben anzuschauen. In weniger als einer Dreiviertelstunde (und etwas Höhenmetern) ist man auf der Heptapyrgion Burg. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick über die Stadt und das Meer. 

Foto: tracks and the city

Es gäbe noch so viel anderes zu erzählen über Thessaloniki, diese besondere Mischung von Menschen, die dort lebt, die besten Pita-Sandwiches der Welt (gibt’s auf dem Markt), die streunenden, aber total harmlosen und gepflegten Straßenhunde, die verstopften Straßen und trotzdem komplett gechillten Busfahrer, und und und...ich will aber auch etwas Platz zum Selberentdecken lassen. Auf nach Thessaloniki, Ihr werdet es garantiert nicht bereuen.

Allgemeine Infos:


Wie hinkommen?
Ryanair und Easyjet fliegen von einigen deutschen Flughäfen.
Vom Flughafen ins Stadtzentrum zahlt man mit dem Bus gerade mal 2 Euro, mit dem Taxi 20.

Wo unterkommen?
Wir hatten eine wunderschöne, zentrale Unterkunft über airbnb gebucht. Es gibt eine riesengroße Auswahl an bezahlbaren Ferienwohnungen in Thessaloniki, generell solltest Du Dir überlegen, wie lärmempfindlich Du bist. Denn Thessaloniki ist laut, und das Tag und Nacht – unsere Unterkunft hatte aber zum Glück schallgedämpfte Fenster. 

Wo shoppen?
In den Hauptshoppingstraßen im Zentrum (Egnatia st., Ethnikis Amynis st., Nikis Av. and Venizelou st. oder in den Malls außerhalb. Nähere Infos hier: enjoythessaloniki.com



Autorin:


Diese tollen Tipps zu einer Städtereise ins griechische Thessaloniki kommen von der lieben Sandra. Sie bloggt über Sport- und Städtereisen auf Tracks and the City (www.tracksandthecity.de). Ihre Lieblingsstädte sind Madrid und London sowie ihre Wahlheimat Berlin. 

Das könnte dir auch gefallen

1 Kommentar:

  1. Echt cooler Beitrag! Ich kannte Thessaloniki bisher noch gar nicht, es scheint aber dennoch sehenswert zu sein ;)
    Liebe Grüße, Kerstin

    AntwortenLöschen